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Claus Raths GmbH

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Rollläden

Geschichte des Rollladens

Die Ursprünge des Rollladens wurzeln in einfachen Klappläden aus Holz. Solche Klappläden wurden schon in der Römerzeit verwendet und dienten als Sichtschutz. Im 18. Jahrhundert entwickelten die Franzosen Jalousien, die zuerst starr, später mittels Bändern zusammenziehbar (Zugjalousien) waren. In einem weiteren Schritt wurden Jalousien entwickelt, welche mittels einer Welle aufrollbar waren (Rolljalousien). Daraus entstand der heutige Rollladen.

Heute wird das Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerk vom Bundesverband Rolladen + Sonnenschutz e.V. vertreten. Des Weiteren fallen auch Markisen, Rolltore und Insektenschutz in ihren Zuständigkeitsbereich.

 

Funktionen eines Rollladens

Ein Rollladen kann je nach Ausführung verschiedene Funktionen erfüllen.

Wärmedämmung

Bei richtiger Anbringung kann ein Rollladen den Wärmeverlust am Fenster bzw. an der Tür um bis zu 30 % verringern. Die Wärmedämmung hängt vom Material und der Form/Dicke des Rollpanzers ab. Wichtiger jedoch ist die Tiefe des Luftzwischenraumes zwischen Rollladen und Fenster. Außerdem muss eine Dichtigkeit des Rollladens, vor allem zwischen Panzer und Führungsschienen, durch Keder und Bürsten, gewährleistet werden. Damit möglichst wenig Außenluft in den Rollladenkasten gelangt, muss der Rollpanzer von den Aufhängungen (Stahlfedern) an den Sturz gedrückt werden.

Wichtig bei den Rollladenkästen ist auch der richtige Revisionsdeckel. Mit modernen Kunststoffdeckeln, die übrigens nicht übertapeziert werden sollen und müssen, kann eine wesentliche Verbesserung der Isolierung im Kastenbereich erreicht werden. Die Wahl des richtigen Revisionsdeckels entscheidet über das Dämmniveau des Rollladenkastensystems.

Sommerlicher Wärmeschutz

Durch Abschirmen der Sonneneinstrahlung kann der Rollladen aus Holz materialbedingt besonders effektiv im Sommer vor dem Erhitzen des Raumes schützen. Rollläden aus Kunststoff oder Jalousien aus Metall heizen sich bei anhaltender Sonneneinstrahlung dagegen vergleichsweise stark auf, strahlen die Wärme an die Innenräume ab und machen unter Umständen eine Klimaanlage erforderlich. Deshalb sollten an der Südseite eines Gebäudes bevorzugt Rollläden aus Holz verbaut werden.

Schallschutz

Die Höhe der Schalldämmung eines Rollladens hängt unter anderem vom Material des Rollpanzers und von dem Abstand des Panzers zur Fensterscheibe (je größer desto stärker die Schalldämmung) ab. Bei zu geringem Abstand zur Fensterscheibe kann der Rollladen den Schall sogar noch verstärken. Auf eng anliegende Dichtungen und ausreichende Dämmung des Rollkastens sollte geachtet werden.

Wind und Wetterschutz

Durch Rollläden kann verhindert werden, dass es bei nicht ganz dicht schließenden Fenstern zu Windzug oder Durchregnen kommt. Die Witterungseinflüsse auf Fenster und Fensterrahmen werden reduziert. Außerdem bietet er einen guten Schutz vor Hagelschlag.

Einbruchhemmung

Der Rollladen aus Kunststoff bietet so gut wie keine Einbruchhemmung, da er binnen weniger Minuten durch Zerschneiden oder Durchbrennen zerstört werden kann (einzig eine Hochschiebesicherung bietet einigermaßen guten Schutz gegen "unerwünschten Besuch", da der Rollladen nicht hochgeschoben werden kann und das gewaltsame Öffnen eine üppige Geräuschkulisse erzeugt). Für eine ordentliche Einbruchhemmung sollten der Panzer aus Aluminium, Holz oder Stahl und die Führungsschienen aus Aluminium oder Stahl bestehen. Der Rollladenpanzer muss gegen Hochschieben gesichert sein. Bei geprüften Rollladensystemen werden die Widerstandsklassen ER1 (kaum Einbruchhemmung) bis ER6 (hohe Einbruchhemmung) vergeben. Motorgetriebene Rolladen lassen sich nur ein kurzes Stück hochschieben, da der Getriebemotor die Achse blockiert.

Einbauarten

Es gibt verschiedene Einbaumöglichkeiten von Rollladenanlagen.

Konventioneller Einbau

Der Rollladenkasten sitzt über dem Fenster oder der Tür. Er wird von außen meist durch Klinker oder Putz verdeckt. Der Rollladenpanzer verschwindet optisch im Mauerwerk. Diese Methode wird heute bei den meisten Neubauten angewendet. Ein nachträglicher Einbau ist mit unrealistisch hohem Aufwand verbunden und wird daher kaum gemacht.

Aufsatzrollläden

Der Kasten sitzt als Teil des Fensters oder der Tür auf dem Fensterrahmen. Diese Einbauart wird oft bei Erneuerung der Fenster angewendet. Der Nachteil ist, dass sich die Höhe des eigentlichen Fensters und somit auch die Fensterfläche verringert, was besonders bei Altbauten mit Bogenfenstern die Optik zerstören kann.

An- oder Vorbaurollläden

Die Rollladenanlage ist ein eigenständiges, abgeschlossenes System. Der Kasten samt Führungsschienen wird entweder auf dem Mauerwerk vor dem Fenster/Tür oder in die Laibung angebracht. Bei der Montage in der Laibung kann es je nach Größe des Rollladenkastens zu Sichteinschränkungen kommen.


 

 

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